Rhein Pavillion

Das Gebäude liegt am Übergang der Parklandschaft des rechtsrheinischen Rheinauenparks zum Gebiet der neu entwickelten ehemaligen Zementfabrik. Der Neubau nutzt die Topografie des zum Rhein hin abfallenden Geländes und kann durch Errichtung einer unterirdischen Zisterne unterhalb des auskragenden Gebäudeteils retentionsraumneutral errichtet werden.
Der weit auskragende Gastraum wird barrierefrei vom Hang aus erschlossen. Über eine große Freitreppe gelangt man auf das Deck über dem Gastraum, an das ein kleiner Veranstaltungsraum angebunden ist. Im Sockelgeschoss befinden sich Versorgungs- und Personalräume, Gäste können barrierefrei über einen Aufzug auf alle drei Ebenen gelangen.
Das Grundstück wird vom vorhandenen asphaltierten Weg her erschlossen, der den Wasserturm am Konrad-Zuse-Platz mit dem Hermann-Bleibtreu-Ufer verbindet. Ver-und Entsorgungsleitungen verlaufen parallel.

 

Nutzung

Das Gebäude ist wird als Gastronomie genutzt. Der Gastraum im Erdgeschoss verfügt über ca. 160 Sitzplätze, im kleinen Veranstaltungsraum im Obergeschoss befinden sich weitere 40 Sitzplätze.
Das Angebot wird durch ca. 160 Sitzplätze auf der Dachterrasse und weitere 250 Sitzplätze unterschiedlicher Qualitäten im Außenbereich ergänzt.
Architektur

Prägend sind die weit auskragende Stahlkonstruktion des Gastraumes und die großzügige Dachterrasse des Gebäudes mit der sanft ansteigenden Freitreppe. Das Gebäude verankert sich im rückwärtigen Bereich im Hang und orientiert sich klar mit seiner Drehung zur Rheinlandschaft mit Siebengebirge.
Über großzügig öffenbare Fensteranlagen wird der Landschaftsbezug nochmals gestärkt, geschlossene Fassadenflächen werden mit einer Holzschalung verkleidet. Das Dach wird extensiv begrünt.
Das Sockelgeschoss, von dem aus die an der Promenade angrenzende Außengastronomie versorgt wird, wird massiv ausgeführt, da es im Einzugsbereich des 100-jährigen Hochwassers liegt.

 

Außenanlagen

Die Planung der Außenanlagen orientiert sich an den Gestaltungsleitsätzen des Rheinauenparks. Ein geschwungener Weg und eine sanft ansteigende Stufenanlage führen von der Promenade hinauf auf die obere Erschließungsebene.
Die Außengastronomie ist in die vorgelagerten, zum Teil hügelig gestalteten Grünflächen eingebettet. Die kleine, spitz zum Abzweig des Weges am Hermann-Bleibtreu-Ufer zulaufenden Freifläche (Flurstück 197) soll dabei wenn möglich einbezogen werden. Wünschenswert wäre hier eine Neugestaltung , die die Öffnung hin zum Rheinauenpark stärkt.